Das Statement vom Room-Reporter

Guten Tag,

was in Chemnitz passiert ist, eventuell nun auch der kleinen Stadt Köthen droht, macht fassungslos und lässt einen fast ohnmächtig zurück.

Hass, Rassismus und Gewalt von allen Seiten wird nicht nur propagiert sondern noch öffentlich gelebt und ausgetragen. Die Opfer und Angehörigen werden instrumentalisiert, Dinge verschleiert, beschönigt, verharmlost oder gar geschwärzt.

Anstatt ein Bündnis und gemeinsame Zusammenarbeit, einen Konsens der Politiker zu erreichen, wird sich in den Parteien gegenseitig der ´schwarze Peter` zugeschoben. Obwohl gerade jetzt gemeinsam das Ziehen an einem Strang bitter nötig wäre. Der bittere Nachgeschmack eines Versagens des Rechtsstaates bleibt, wenn man sich Bilder von ´trauernden Hitlergrüßern´ mit blanken Hintern ansehen muss und das alles vor den Augen der Polizei.

´Deutschland - Zu Gast bei Freunden´ hieß es noch vor 12 Jahren während der Fußball-WM. Deutschland-Flaggen wurden gehisst und fröhlich geschwenkt. Dieses positives Deutschland Bild ist längst einer hasserfüllten Fratze des ´Rechtspopulismus’ gewichen. Im Grunde wirken die Politiker hilflos, sehen untätig zu, anstatt klare, unmissverständliche Kante zu zeigen.

´#Wirsindmehr´ wurde zu einer Bewegung in den sozialen Medien, die zwar Hoffnung suggeriert, aber die Angst vor dem radikalen Ruck nicht bändigen kann.

Die Grenzen in den Köpfen verschwimmen zumehmend und die goldene Mitte ist kaum noch zu erkennen. Sieht man die Zuwanderung kritisch und spricht dieses aus, wird man in die `Rechte´ Ecke geschoben. Wenn man sich anderseits gegen den salonfähig gewordenen Rassismus stellt, nicht pauschalisiert, ist man gleich ´Links”! Es ist zwar nicht unmöglich sich bei vielen Themen anzunähern, nur fehlt es da nicht selten an mangelndem Willen, sondern auch an Geist.

Ich persönlich unterstütze die #wirsindmehr Kampagne. Mein Wunsch nach einem friedlichen, multikulturellem Miteinander ist jedenfalls größer als meine Toleranz und Akzeptanz von brutaler, roher Gewalt, Hass, Rassismus, kleingeistigen Pauschalisierungen und falsch gelebter Patriotismus. Mahatma Gandhi (✶02.10.1869 ✝︎30.01.48) starb gewaltsam nach 3 Schüssen. Von ihm ist der nachfolgende Spruch.
`Es gibt keinen Weg zu Frieden, denn Frieden ist der Weg!`

PS: Sollten Sie sich wundern, was ein Hashtag (#) ist, bitte ich Sie, sich vertrauensvoll an mich zu wenden, auf keinen Fall aber, an meinen Vater ;-)

Bleiben Sie uns gewogen

Ihre Nina Heinemann