Das Statement vom Room-Reporter

Guten Tag,

das Dunning-Kruger-Syndrom (DKS) greift bei vielen "Experten" um sich. David Dunning beschreibt das Problem folgendermassen: "Die Menschen sind so inkompetent, dass sie nicht mal im Stande sind zu merken, dass sie inkompetent sind - und nicht nur das: Sie halten sich auch noch für kompetenter als die Anderen".

Sollten Sie einen Doktortitel haben, ein Buch geschrieben und nun das Buch groß vermarkten wollen, sollten Sie unbedingt den Klimawandel leugnen, verlangen, dass der Euro abgeschafft wird oder mindestens öffentlich über selbst erlebte Chemtrail-Vorfälle berichten. So schaffen Sie es dann wahrscheinlich auch in eine der fragwürdigen Talkshows zum Um-, oder Abschalten.

Es gibt zig Aussagen, von prominenten Akademikern, die diesen Dunning-Kruger-Effekt öffentlich zur Schau trugen. So das Beispiel Prof. Dr. Stark, Ex-Chefvolkswirt der EZB, kündigte 2013 eine Inflationsrate von mind. vier Prozent an - das Gegenteil traf ein. Anstatt einer Entschuldigung für diese Behauptung, griff er im Folgejahr zu einer neuen Prophezeiung: "Wir bekommen eine höhere Inflationsrate in den nächsten Jahren." Auch das traf wieder nicht ein. Die Experten vom "Chartered Management Institute" aus GB agieren da etwas cleverer, sie stellen einfach Prognosen, die nicht nachprüfbar sind: "Männer und Frauen verdienen erst 2067 gleich viel Gehalt." Ein weiteres Zitat von einem Professor für Wirtschaftspolitik, Gunther Schnabl: "Die Geldpolitik zerstört die Grundlagen von Produktivität und Wachstum. der Wohlstand breiter Schichten verfällt." Was meint der Mann? Spricht er von Nordkorea oder gar Venezuela?

Ich möchte deshalb gerne mit ein paar klugen Menschen und deren Zitaten enden:
• Bertrand Russel: "Experte ist, eine Person, die zuerst weiß, wie alles kommen wird und danach weiß, wieso es anders kam".
• Franz Steinkühler: "Bei Statistiken denke ich an einen Jäger, der einen Hasen beim ersten Mal knapp links vorbeischoss und beim zweiten Mal knapp rechts daneben. Im statistischen Durchschnitt ergäbe das nämlich einen toten Hasen".


Ihre Nina Heinemann